Unsere Geschichte

Die Geburtsstunde des Projekts „Nachbarschaftliches Wohnen“ ist nicht genau datierbar – nachgedacht, geträumt und geredet haben wir, ein Freundeskreis von acht Frauen und Männern, über ein gemeinsames Wohnprojekt im Alter schon lange.

 

Im Herbst 2002 festigten sich die Gedanken zum Entschluss, und wir machten uns daran, unsere Vorstellungen aufzuschreiben und sie an verschiedene Bremerhavener Organisationen wie die Stäwog und Gewoba (Wohnungsbaugesellschaften), an das Bauamt, an die Awo und an die Volkshochschule zu schicken. Wir wollten erfahren, ob wir Unterstützung für ein solches Wohnprojekt vorfänden.

 

Die Stäwog und das Bauamt reagierten sofort und vor allem die Vhs-Bremerhaven bot uns ihre Mithilfe an. Die entstehende Zusammenarbeit mit der Vhs erwies sich in der Folge als immens wichtig. Nicht nur, dass wir 2003 mit ihrer Hilfe drei größere Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern organisieren konnten, sie nahm sich des Themas „Alternative Wohnformen im Alter“ selber an, indem sie eine umfangreiche Ausstellung über solche Projekte in Deutschland veranstaltete und uns Räume für Seminare und regelmäßige Sitzungen zur Verfügung stellte. Um unser Wissen über die Bedingungen einer gemeinschaftlichen Wohnform zu vertiefen, wurden zu solchen Treffs außenstehende Berater eingeladen (Rechtsanwalt, Moderatoren, Vertreter von Organisationen und Wohnungsbaugesellschaften). Zusätzlich besuchten wir verschiedene Wohnprojekte wie das Lärchenhaus in Hamburg, den Beginenhof in Bremen, Projekte in Hannover und in Bleckede.

 

Während dieser Unternehmungen und einigen gemeinsamen Ausflügen festigten wir uns 2004 als Gruppe mit 22 Personen. Unser Konzept unterbreiteten wir möglichen Bauträgern und Wohnungsgesellschaften. Mehrere Gebäude wurden uns daraufhin angeboten. Ein Teil der Gruppe entschied sich nach langer, intensiver Diskussion für das Haus Goethestr. 43.

 

Die Stäwog als Vermieterin baute das Haus nach unseren Wünschen und Bedürfnissen um. Schwerpunkte waren neben Sanierungsmaßnahmen der gläserne Fahrstuhl, neue Balkone und eine barrierearme Bauweise.

 

Besondere Beachtung verdient die gute Zusammenarbeit mit der Stäwog. Wir konnten uns von Anfang an in die Planungen, insbesondere in die Gestaltungen unserer Wohnungen einbringen. Es wurde festgelegt, welche Arbeiten die Stäwog übernahm. Wir kalkulierten unsere selbst zu finanzierenden Sonderwünsche. Vor Baubeginn unterschrieben wir unsere Mietverträge. Im Sommer 2005 zogen wir ein.


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